HYDROISOTOP GmbH
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Integrierte Konzepte

Bei der Planung und Auswertung von Markierversuchen können auch weitere Informationen aus Untersuchungen der stabilen Isotope, der hydrochemischen Wasserinhaltsstoffe und den Ergebnissen der Altersdatierungen in ein Gesamtkonzept integriert werden. So lassen sich z.B. Zeitreihenuntersuchungen mit Sauerstoff-18 sehr gut mit Markierversuchen kombinieren. Anwendungsbereich sind hierbei beispielsweise Uferfiltratuntersuchungen.

Abb. 1: Tracer-Flowmeter-Messungen am Brunnen.

Bei Untersuchungen an Brunnen können sogenannte Tracer-Flowmeter-Messungen Informationen zu Zustrombereichen liefern. Diese tiefenabhängigen Zuflussmessungen werden oft in Kombination mit weiteren hydrochemischen oder schadstoffspezifischen Daten (z.B. Pflanzenschutzmitteln und Nitrat), sowie Isotopendaten (z.B. Nitratisotope, Altersbestimmung mit Tritium und Krypton-85) durchgeführt, um einen optimalen Brunnenausbau zu gewährleisten oder Fragen bei der Brunnensanierung zu klären.

 

Abb. 2: Durchgangskurve eines Markierungsversuches.

Für die Planung von Markierversuchen und die Auswertung werden Stofftransport- bzw. Reaktions-und Dispersionsmodelle eingesetzt, um im Vorfeld die Einspeisemassen festzulegen und nach Abschluss des Versuchs die wesentlichen hydraulischen Parameter abzuleiten.

Die Hydroisotop GmbH arbeitet daneben an der Weiterentwicklung der Markiermethoden für neue Anwendungen, wie den Einsatz von Gastracern (z.B. Schwefelhexafluorid). Für Fließgewässer-Untersuchungen werden Sauerstoffaustausch und Lichtklima durch Gas- und lichtintensive Tracer ermittelt.

Neben den üblichen Markierungsstoffgruppen (Fluoreszenztracer oder Salze) können prinzipiell auch isotopisch markierte Substanzen verwendet werden (stabile und radioaktive Substanzen). In der Praxis kommt aus dieser Stoffgruppe insbesondere mit Deuterium angereichertes Wasser (D2O) bei der Gewässermarkierung zum Einsatz.

  • D2O kann als idealer Tracer angesehen werden, da das Wassermolekül selbst markiert wird und sich der Markierungsstoff somit vom isotopisch normalen Wasser (1H2O) chemisch nicht unterscheidet. Der Markierungsstoff unterliegt somit keinen Änderungen durch physikalische, chemische und biologische Prozesse (Adsorption, mikriobieller Abbau, etc).
  • Mit D2O angereichertes Wasser ist humantoxikologisch völlig unbedenklich.
  • Keine Probleme hinsichtlich behördlicher Genehmigung.


Markierstoffe

Bei Markierversuchen sind eine Reihe von Markierstoffen verfügbar. Neben den gängigen Fluoreszenzfarbtracern können auch verschiedene Salze, Triftkörper und bei Spezialfällen Isotope und radioaktive Substanzen zum Einsatz kommen.

Bei den gängigen Farbtracern werden, nach Eignung und Verwendbarkeit sortiert, hauptsächlich die Markierstoffe

  • Uranin
  • Eosin
  • Na-Naphthionat
  • Pyranin und Sulforhodamin G

eingesetzt.

Die Eignung von Markierstoffen wird unter anderem durch die Nachweisbarkeit, die Sorptionsneigung, die Neigung zu Abbau und die Lichtempfindlichkeit der Substanz bestimmt. Uranin und Eosin weisen dabei die besten Eigenschaften auf.

Hinsichtlich der Verwendung in der Umwelt, v.a. im Grundwasser und für Untersuchungen im Vorfeld von Trinkwasserfassungen, wurden die gängigen Tracer inkl. einiger Salze einer ökotoxikologischen Bewertung durch das Umweltbundesamt (Human- und ökotoxikologische Bewertung von Markierungsmitteln in Gewässern, Bundesgesundheitsblatt, 1997) unterzogen. Dabei werden die oben aufgeführten Substanzen für den vorgesehenen Einsatz hinsichtlich der Toxizität alle als unbedenklich bewertet.

Akkredierung nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005

Durch die DAkkS nach DIN EN ISO 17025 akkreditiertes Prüflaboratorium
Die Akkreditierung bezieht sich auf die in der Anlage genannten Prüfverfahren

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